Manchmal fragt man sich „Warum bin ich da eigentlich nicht selber draufgekommen???“ Ich liebe ja gezogene Strudel!!! Den Teig selber zu machen ist sooo easy, du brauchst nur 250g glattes Mehl, 125ml lauwarmes Wasser und eine Prise Salz! Na jedenfalls hab ich mir schon oft gedacht, eigentlich wäre es fein gleichzeitig einen pikanten und einen süßen Strudel zu machen… aber nein, den Teig teilen und zweimal hintereinander ausziehen war mir dann doch immer zu umständlich! Bis ich auf Instagram gesehen habe wie jemand Apfel- und Topfenstrudel gleichzeitig macht und einfach die Füllen gegenüber aufträgt und den Strudel jeweils zur Mitte rollt!!! Ohhh!!! So einfach kann das Leben sein!!! Das hab ich gleich ausprobiert mit Zucchini-Erdäpfel-Grünkohl-Strudel und Zwetschgen-Apfel-Strudel! Suuuuper!!! Wieder was gelernt!!! Ist dir das auch schon passiert, das Offensichtliche nicht zu sehen??? Und um nochmal auf den Strudelteig zurückzukommen, ein paar Feinheiten muss man halt beachten, damit es gelingt: den Teig solange kneten bis er geschmeidig ist und sich vom Haken löst, zu einer Kugel formen mit Öl bestreichen und zugedeckt mindestens 1 Stunde rasten lassen. Dann ein Strudeltuch (altes Tischtuch aus Baumwolle, hab ich von meiner Mama mit der Aussteuer bekommen) bemehlen und den Teig darauf vorsichtig ausziehen. Da braucht man halt etwas Geduld, am Anfang wirkt es immer so als würd’s nix werden, aber dann ziiiiieeeht er sich…. wie ein Strudelteig!!!
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Wusstest du dass man Dahlienknollen essen kann??? Das wollt ich schon länger mal ausprobieren... und jetzt beim herbstlichen Ausgraben der Dahlienknollen war es soweit! Ich hab die Knollen zuerst mal roh gekostet... schmecken sehr erfrischen, aromatisch, fast zitronig. Dann hab ich sie gemeinsam mit Butternusskürbis und Erdäpfeln im Rohr gebraten. Die Dahlien blieben deutlich bissfester als das andere Gemüse und auch im gebratenen Zustand sehr geschmacksintensiv und wohlschmeckend! Also einen Versuch war es allemal wert! Aber die restlichen Knollen warten nun im Keller auf den neuen Frühling, nicht auf den Kochtopf! ...und übrigens die Blütenblätter kann man auch essen und sind außerdem super zum Färben geeignet!
Aus Brennesseln, Vogelmiere, Blutampfer, Kleinem Wiesenknopf und Fenchel sind heute Frühlingsravioli entstanden!!! Volle (Wild)kräuterkraft voraus!!! Herrlich, wenn man wieder draußen ernten kann!!!
Hast du schon mal Löwenzahnwurzeln gekostet? Du wirst überrascht sein, wie hervorragend die schmecken! Angenehm mild, ein bisschen nussig und leicht bitter! Sie können roh oder gekocht verzehrt werden und wenn man so das Wirkungsspektrum durchliest, kann man schon fast sagen, es ist eine Wunderwurzel!!! Sie wirkt harntreibend, entgiftend, leber-und nierenstärkend, antioxidativ und stoffwechselanregend, um nur einiges zu nennen. Der beste Erntezeitpunkt ist genau jetzt! Vor der Blüte! Ich knabbere sie gerne roh bzw streue sie gerne in dünne Scheiben geschnitten über den Salat, koche Tee daraus, mache ein Oxymel oder gestern hab ich welche kandiert (letztes Foto). Klein geschnitten und getrocknet kann man sich einen Vorrat anlegen bzw. einfrieren wäre auch eine Möglichkeit. Na jedenfalls bin ich immer wieder sehr begeistert von dieser Wurzel, man spürt richtig, dass sie dem Körper gut tut! …der Löwenzahnwurzelschnaps, den ich letztes Jahr angesetzt habe, schmeckt übrigens auch fantastisch!
Wenn du mehr über Wildkräuter erfahren willst, oder die kandierten Löwenzahnwurzeln oder Löwenzahnwurzelschnaps verkosten willst, dann melde dich für eine (Wild)Kräuterrunde oder einen (Wild)Kräuterworkshop an. Alle Termine und Infos findest du hier! Mit den aktuell reichlich vorhandenen Tannennadeln kann man allerhand machen (vorausgesetzt man hat welche in bester Bio-Qualität!). Ich habe heute Tannennadel-Oxymel ausprobiert! Ich liebe ja Oxymel (=Sauerhonig)! Ein herrlicher Frischekick und Booster fürs Immunsystem!!! Dafür ca 1 Teil möglichst klein geschnittene Tannennadeln mit 2 Teilen Bio-Apfelessig und 6 Teilen Honig mischen und etwa vier bis 6 Wochen ziehen lassen, dann abseihen. Morgens einen Esslöffel Oxymel in den Tee oder in einem Glas Wasser auflösen und genießen!!! Mmmhhh!!! Super!!! Geheimtipp: in der Salatmarinade macht sich Oxymel auch wunderbar!!! Und die Tannennadeln duften nicht nur herrlich, sondern enthalten auch wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine, ätherische Öle und Mineralstoffe die unter anderem immunstärkend, entzündungshemmend und schleimlösend wirken. Aber Achtung: nicht mit der giftigen Eibe verwechseln! Ein Nussschnaps ist schnell angesetzt, wirkt wunderbar als Magenbitter und schmeckt vor allem sehr fein!!! Dafür grüne Nüsse, die noch nicht verholzt sind (jetzt geht’s noch!) vierteln und in ein großes, weithalsiges Glas füllen - etwa 10 Stück Nüsse für 750 ml Schnaps. Dann Kräuter deiner Wahl hinzufügen… ich hab Wermut, Salbei, Eisenkraut, Orangenminze, Ysop und Johanniskraut genommen, einen oder zwei Löffel Honig dazugeben und das ganze mit hochprozentigem Alkohol (ca. 40 Vol%) übergießen. Am Fensterbrett etwa acht Wochen ziehen lassen, abseihen und in Flaschen füllen. Ich übergieße die übriggebliebenen Nüsse dann noch mit Weißwein und lass das Ganze nochmal ziehen - dann hab ich nicht nur Nussschnaps, sondern auch Nusswein, der ebenso herrlich schmeckt! Ach ja… und Geduld ist gefragt: das erstemal gekostet wird traditionell erst zu Weihnachten!!! Je älter, je besser!!! Probier es mal aus!!! Echt krass, die Farbe!!! Ich habe Blütensirup mit Mauretanischer Malve und meiner wunderbaren Duftrose ausprobiert! Nach der gleichen Methode, wie Holunderblütensirup, ganz easy. Die Farbe von diesem Sirup ist einfach unglaublich!!! Wenn man ihn aufspritzt, ist der intensive Farbton halt weg, aber der blumige Duft ist da!!! Hurra!!!
Auf mehrfache Anfrage: der Wildkräuterzopf, den ich gerne für die Wildkräuterworkshops mache geht so: einen Germteig wie gewohnt zubereiten mit 500g Bio-Dinkel-Vollkornmehl (am Besten von meinem Bruder @hof_leopold_dick_bio) 500g „weißes“ Mehl 600ml lauwarmes Wasser 1 Würfel Germ 1 EL Salz Den fertigen Teig ausrollen, mit Wildkräuterpesto bestreichen und aufrollen. Für das Wildkräuterpesto verschiedene saisonale Wildkräuter sammeln (z.B. Giersch, Vogelmiere, Brennessel, Schafgarbe, Spitzwegerich, Purpurrote Taubnessel, Gänseblümchen, Hirtentäschel,…) klein schneiden und mit gutem Öl, Salz und evtl. Sonnenblumenkernen oder Walnüssen pürieren. Die Rolle auf ein Backblech legen, der Länge nach aufschneiden und die beiden Hälften verdrehen, sodass ein hübscher Zopf entsteht. Bei 180 Grad C etwa 40 Minuten backen und vor und nach dem Backen mit Wasser bestreichen bzw. auch eine Schale mit heißem Wasser in den Backraum stellen. Viel Spaß beim Ausprobieren bzw. wer einen Meinigen kosten will, der meldet sich einfach zu einem (Wild)Kräuterworkshop an! Die nächsten Termine findest du hier!
Und ich hab mal probiert, ob man die Mariendistelblätter auch mit den Stacheln verkochen kann! Fazit: geht eh!!! Ein bisschen spürt man die Stacheln schon beim Essen, aber sie sind nur mehr weich-stachelig😉. Zarte Händchen brauchen beim Pflücken, Waschen, Schneiden jedenfalls Handschuhe, wenn man aber schon eine Elefantenhaut hat wie ich, geht’s auch ohne! Ich hab die in Streifen geschnittenen Blätter mit Jungzwiebel angebraten und weich gedünstet und dann mit Nudeln und einer guten Handvoll gehackten Wildkräutern (Brennesseln, Giersch, Vogelmiere, Purpurrote Taubnessel) vermengt! Echt wild & grün!!! Hat super geschmeckt und war einen Versuch jedenfalls wert!!!
Die sind der Renner!!! Wenn du sie einmal machst, machst du sie immer wieder!!! An all meine lieben Workshop-TeilnehmerInnen und die es noch werden wollen, hier ist das versprochene Rezept: 400g (Vollkorn) Dinkelmehl 120g Butter 170g Zucker 3 Eier 200g Walnüsse 100g Quittenkäse klein geschnitten (oder andere Trockenfrüchte, am besten säuerliche) 50g (Koch)Schokolade klein geschnitten 1/2 Pck Backpulver Mehl und Backpulver mit Butter fein verbröseln, mit allen anderen Zutaten zu einem Teig verkneten, vier Rollen formen, mit verquirltem Ei bestreichen und 25 Minuten bei ca. 175°C backen. Noch warm in Scheiben schneiden (sonst bröselts), auf ein Blech legen und nochmal 10 Minuten backen. Dinkel und Eier natürlich in bester Bio-Qualität von meinem Bruder und Neffen @hof_leopold_dick_bio!!! Auf die Zutaten kommt’s an… und die reingeknetete Liebe❤️!!! Gutes Gelingen!!! Jetzt ist Zeit zum Wurzeln ausgraben!!! Die aromatisch duftende Alantwurzel (riecht ein bisschen nach Veilchen!) verwende ich sehr gerne zum Räuchern, aber nun hab ich mal das Kandieren probiert. Dafür unverholzte Wurzelteile in Stücke schneiden und in einer Zuckerlösung weichkochen (ich hab für 100g Wurzel etwa gleich schwer Zucker und Wasser genommen), bis das Wasser ziemlich verdampft ist und dann die Alantstücke in Kristallzucker wälzen und trocknen lassen. Schmeckt super außergewöhnlich, herb und aromatisch!!! Alant wirkt unter anderem schleimlösend, verdauungsfördernd und stimmungsaufhellend! Wie immer gilt: nur in Maßen genießen! Ich bin sehr begeistert vom Alant - die bis zu 1,5m hoch aufwachsende gelb blühende Pflanze ist auch im Garten ein wahres Highlight - siehe letztes Foto!!! Und keine Angst, dass beim Wurzelausgraben die Pflanze ausgerottet ist, denn ich schneide die obersten Teile der Wurzel mit den Triebspitzen ab und setzte sie wieder in die Erde… so kann man den Bestand erhalten und sogar vermehren!
Efeu: Mit dem Efeu ist es noch einfacher: etwa 5-7 Blätter zerreißen, in einen Stoffbeutel geben und mit der Wäsche in der Waschtrommel mitwaschen! Gut geeignet für leicht verschmutzte Wäsche. Bei stärker verschmutzter Wäsche muss man die Flecken vorbehandeln.
Tipp: Wenn's schneller gehen soll, die halbierten Inka-Gurken einfach nur mit Käse bestreuen und überbacken!!!
Zur Stärkung für die fleißigen Kräuterbuschenbinderinnen hab ich ein Kräuter-Paradeiser-Brot-Bild gebacken! Kleine Paradeiser und Zwiebelringe ergeben hübsche Blüten und Zucchinistreifen, Rosmarin, Dost und Schnittlauch sind die Stängel. Die Unterlage ist mein allwöchentliches Sauerteigbrot aus Bio-Waldstaude (Ur-Roggen) und Bio-Dinkel. Macht Freude beim Belegen, Anschauen und beim Essen!!!
Der Mangold wächst und wächst und du weißt schon nicht mehr, was du mit ihm machen sollst? Dann probier mal Mangold-Sushi! Dafür habe ich jeweils zwei große blanchierte Mangoldblätter überlappend nebeneinander gelegt, mit ausgekühltem Sushi-Reis (mit einem Schuss Essig und etwas Zucker vermengt), Gurken, Mini-Paradeisern und Tofu belegt und eingerollt und mit Sojasauce serviert. Ein kühlendes und leichtes Sommer-Essen!
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AutorFreue mich, meine Gartenbegeisterung mit euch zu teilen und poste hier saisonelle Gartentipps, Deko-Ideen und Rezepte. Falls du Fragen dazu hast, schreib mir einfach! |


































































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